Casablanca

Die wohl modernste Stadt Marokkos und zugleich wichtigste Wirtschaftsmetropole ist Casablanca. Sie entstand aus der Hauptstadt des Berberreiches der Berghouta namens Anfa. Durch die günstige Lage entwickelte sich die Stadt zu einem wichtigen Handelsplatz hauptsächlich für Getreide. Nachdem auch Seeräuber Zuflucht in Casablanca fanden, versuchten die Portugiesen mehrmals die Stadt einzunehmen, was ihnen 1575 schließlich auch gelang. Daraufhin zerstörten sie den Ort und gründeten eine neue Stadt, die sie „Casa Branca“ nannten.

Im 19. Jahrhundert ließen sich dann spanische Händler nieder und die Stadt wurde in Casablanca umbenannt. Ab Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelte sich Casablanca zum wichtigsten Hafen Marokkos und der wirtschaftliche Aufschwung begann.

Wahrzeichen der Stadt ist seit etwa 15 Jahren die „Grande Mosquée Hassan II.“, eine der fünf größten Moscheen der Welt. Ihr Gebetssaal fasst über 20.000 Gläubige und mit ihrem über 200 Meter hohen Minarett ist sie der höchste Sakralbau der Welt. Und das Schönste ist: Dieses Monumentalbauwerk darf auch von Andersgläubigen betreten und besucht werden.

Eingekesselt von den modernen Bürogebäuden befindet sich nahe des Hafens die Medina – die Altstadt Casablancas. Sie ist jedoch nicht mit den Medinas anderer marokkanischer Städte zu vergleichen, außer ein paar Resten der alten Stadtmauer ist kaum noch etwas erhalten geblieben. Als Entschädigung dafür bietet die Altstadt zahlreiche Einkaufmöglichkeiten sowie gemütliche Restaurants und Cafés.

Weitere Anlaufpunkte bei einem Besuch Casablancas sollten der Königspalast sein, der allerdings nur von außen besichtigt werden kann, und der „Place Mosquée Mohammadi“, der mit seinen schönen Brunnen und Bänken, gesäumt von alten Bäumen, zum Entspannen und Verweilen einlädt.