Ceuta

Eine weitere wichtige Verbindung zwischen Europa und Afrika stellt seit jeher die Stadt Ceuta dar. Bereits vor der Zeit der römischen Herrschaft befand sich hier ein Stützpunkt der Karthager. Die Stadt hieß früher „Sebta“, was soviel wie „Sieben“ bedeutet und sich auf die sieben Hügel der angrenzenden Djebel Moussa-Bergkette bezieht.

Ebenso wie Tanger war Ceuta als strategisch wichtiger Ort immer wieder Schauplatz von Machtkämpfen und Eroberungen. Diese wechselten sich stets mit kurzen Phasen der Unabhängigkeit ab. 1580 schließlich ging die Stadt in spanischen Besitz über und wurde – trotz aller Bemühungen – bis heute nicht wieder an Marokko zurückgegeben.

Aus diesem Grund ist die rund 75.000 Einwohner zählende Stadt Ceuta der wohl „spanischste“ Ort Afrikas. Fast alle Zeugnisse der marokkanischen Vergangenheit wurden entfernt und durch spanische Einflüsse ersetzt. Es gibt keine Moscheen in Ceuta, dafür laden die Kirche „Nuestra Senora de Africa“ sowie die große Kathedrale zum Besuch ein. Auch im „Museo de la Ciudad“ finden Anhänger der spanischen Kultur ein reichhaltiges Angebot an Ausstellungsstücken aus diesem Raum, sowohl im Bereich Kunsthandwerk, als auch bei Keramik, Textilien und Schmuckgegenständen.

Wer es moderner mag und lieber ausgiebig baden möchte, dem sei ein Besuch im „Parque Maritimo del Mediterraneo“ angeraten. Das riesige Erlebnisbad wurde erst vor wenigen Jahren eröffnet und bietet alles, was der moderne Europäer von einem Badeparadies erwartet.

Als idealer Aussichtspunkt bietet sich der Monte Hacho an, von dem Sie weite Teile der marokkanischen Küste überblicken können und vom dem aus die spanische Küste bei Gibraltar zum Greifen nah wirkt.