Oasen im Süden und Osten Markokkos
Dank der Flüsse in Markokkos Bergen verfügt das Land über einen hohen Grundwasserspiegel. Dies tritt häufig am Fuß von Dünen zutage und wird auch in sogenannten artesischen Brunnen gefördert bzw. in unterirdischen Leitungen transportiert. Dadurch erklären sich die Oasen in den Wadis von Dades, Draa und Ziz, die wie eine Perlenkette aufgereiht sind.

Allerdings können die heutigen Oasen nur durch intensive, menschliche Bemühungen existieren. Durch Dämme wird die Wassermenge des Flusses reguliert, da bei Hochfluten in kürzester Zeit alle Bepflanzungen der Oase verwüstet werden können. In den Oasen gedeihen z.B. Dattelpalmen mit einer großen Menge an Früchten. Außerdem werden Tomaten, Möhren oder Salat angebaut. Aprikosenbäume, Oliven- oder Feigenbäume wachsen ebenfalls prächtig im Schatten hoher Palmen.
Um dies zu ermöglichen zieht sich ein Netz von Kanälen, die sogenannten Seguias, um das Wasser zu den Feldern zu bringen. Um das Wasser zu lenken werden mit Hilfe von Lehm einzelne Ausgänge verstopft.
Nach wie vor wird traditionell die Arbeit des Anbaus von Frauen verrichtet.
Außer einer üppigen Pflanzenwelt gibt es in den Oasen auch eine typische Tierwelt. Die hauptsächlich bestehenden Arten sind Vögel, wie der afrikanische Graubülbül, der Heckensänger, der Hausammer und die Taube. Im seichten Wasser findet man Kröten, auf Steinmauern halten sich gerne Geckos und Eidechsen auf, Skorpione verstecken sich gerne unter Steinen. In der Nähe von Siedlungen sind auch Agamen, Hornvipern und Fenneks anzutreffen, diese bleiben allerdings in Dünen und Felsen in denen sie zur Welt gekommen sind.